ATELIER JENS WOLF0
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Über mich

Warum malst du?

 

Das werde ich immer wieder gefragt.

Ich habe immer gemalt - schon als kleines Kind. Irgendwann habe ich begonnen, Bilder von Künstlern bewusst zu betrachten und darauf auch bewusst zu malen. Weil ich malen musste.

 

Vielleicht hängt dies damit zusammen, dass ich gerne lebe. Und dass ich schon früh erfahren habe, echtes Leben hat immer mit Spannungen zu tun. Spannung zwischen Geburt und Tod, Tag und Nacht, Hell und Dunkel. Spannungen zwischen Erfolg und Scheitern, Glück und Trauer, Humor und Ernst. Unser gesamtes Leben ist ausgespannt zwischen einem Beginn und einem Ende. Es ist ein Weg zwischen einem Aufbruch - wo wir nicht mehr sind - und einem Ankommen - wo wir nocht nicht sind.

 

Auf diesem, meinem persönlichen "Pilgerweg" muss ich einfach malen, was ich erlebe. Die Spannungen zwischen Himmel und Erde, zwischen Spirituellen und Animalischen, zwischen Surrealität und Realem. Deshalb male ich gerne Tierbilder in allen Variationen. Wer diese genauer betrachtet, vermag darin viel über das Leben zu erfahren. Ob wilde Sau oder freches Schweinchen, Dichhäuter oder Geflügelte, ob StapelMusikanten in verschiedenen Varitionen - du kannst dich selbst erkennen.

 

Ich male gerne Häuser, Städte und Dörfer, RettungsInseln und RettungsSchiffe. Bilder, die meiner Sehnsucht nach einer guten Herberge, einem gedeckten Tisch und Gemeinschaft entspringen. Vielleicht zieht es dich in die bunte Stadt auf dem Berg oder lieber in den Leuchtturm auf der RettungsInsel. Vielleicht wärst du gerne Kapitän auf dem roten RettungsSchiff oder lieber allein im Märzenbecherwald.

 

Such dir dein Bild - schau es genau an - und gib deiner Sehnsucht beim Betrachten freien Raum. Im vordergründig Unrealistischen findest du etwas von deiner Wirlichkeit wieder. Und vergiss nicht: in allen Lebensspannungen und in allem Ernst - bewahre dir deinen Humor.

 

Wir alle sind auf dem Weg zwischen Aufbruch und Ankunft - oft mit anderen zusammen, manchmal auch alleine. Ich glaube fest daran, dass wir einmal ankommen werden, wo wir unsere Heimat finden. Deshalb muss ich bis dahin malen - hoffentlich noch viele Bilder.

 

 


 

 

 

 

1949 geboren am Rand der Schwäbischen Alb

1962 Begegnung mit einem Portrait von Emil Nolde // Starker Eindruck der Farben Rot-weiß-schwarz // von diesem Zeitpunkt an bewusstes Wahrnehmen von Kunst // Verstärktes Malen und Zeichnen seit 1965: Kohle, Kreide, Aquarelle, Tusche 

1972 // Drei Grundentscheidungen - Beziehung zu Gott - Hochzeit mit Christiane - Leben in einer christlichen Kommunität // In dieser Zeit entstehen viele Zeichnungen, Karrikaturen und kleinformatige Aquarelle // Themen: Mensch und Landschaft

1975 - 1990 // Lehrer am Privaten Theresianum Mainz

1991 // Begegnung mit Emil Wachter auf Patmos // unermüdliches gemeinsames Aquarellieren unter dem Eindruck der Mittelmeersonne // das weiße Aquarellpapier als Lichtquelle und ständige Herausforderung // Ermutigung zum Experimentieren

2001 // mehrere Begegnungen mit Jehuda Bacon in Jerusalem // Bestätigung des eingeschlagenen Weges // Verbindung von Zeichnung und Farbe // Ermutigung zum Freien Malen und Zeichnen  // abstrakte Themen

Seit 2006 // Entwickeln einer eigenen Farb- und Formensprache // Freier Umgang mit verschiedenen Techniken: Aquarell, Tusche, Graphit und Acryl // größere Formate // Themen zwischen Himmel und Erde, Humor und Ernst, Landschaft, Tier und Mensch

Bis 2017 // Mitarbeit und Leben im Kloster Volkenroda (Thüringen)

Seither Leben und Arbeiten in Ahnatal-Weimar (Hessen)